Singularität / Magazin
Sprachmodell oder KI-Agent: Was ist der Unterschied?

Du bittest eine KI, eine E-Mail zu entwerfen. Sie liefert einen Text, den du selbst prüfst und verschickst. In einem anderen Arbeitsablauf sucht die Software Unterlagen, erstellt einen Entwurf und legt ihn dir zur Freigabe vor. Der Unterschied liegt in den Werkzeugen und darin, wer die nächsten Schritte bestimmt.
Das Modell als Baustein
Ein Sprachmodell verarbeitet seinen Kontext und erzeugt eine Antwort. Eine Anwendung kann es zusätzlich mit einer Suche, einem Dateisystem oder anderen Werkzeugen verbinden. Auch ein Chatprodukt kann solche Funktionen enthalten. Die Bezeichnung „Chat“ oder „Agent“ allein sagt deshalb wenig darüber aus, was ein System tatsächlich darf.
Fester Ablauf oder selbst geplante Schritte?
Anthropic unterscheidet in seiner grundlegenden Beschreibung zwischen fest vorgegebenen Workflows und Agenten, bei denen das Modell den Ablauf dynamisch mitsteuert. Der Beitrag stammt von 2024; die grundlegende Unterscheidung ist hier relevant, nicht die damalige Produktübersicht.
Ein Beispiel für deinen Einstieg
Ein kleiner Rechercheauftrag könnte lauten: „Vergleiche diese drei Angebote anhand der beigefügten Unterlagen. Erstelle eine Tabelle, verlinke die Belege und kennzeichne fehlende Angaben. Kontaktiere niemanden und schließe keinen Vertrag ab.“ Damit sind Ziel, Material, Ergebnis und Grenzen klar beschrieben.
Vier Fragen vor der ersten Aufgabe
- Welche Informationen und Konten darf das System nutzen?
- Woran erkenne ich, dass die Aufgabe erledigt ist?
- Welche Aussagen muss ich selbst gegenprüfen?
- Welche Aktionen benötigen meine ausdrückliche Freigabe?
Beginne mit einer Aufgabe, deren Ergebnis du selbst beurteilen kannst. Mehr Werkzeuge sind erst dann hilfreich, wenn sie einen konkreten Schritt vereinfachen.
Originalquelle
Anthropic: Building effective agents – Begriffe und grundlegende Architekturunterscheidung.
Mit KI erstellt · Quellenstand: 24. Oktober 2026. Grundlagenbeitrag, kein dokumentierter Produkttest.